Der VergleichWischsauger

Ratgeber

Saugroboter mit Absaugstation: Lohnt sich die Station wirklich?

Saugroboter mit Absaugstation in einem hellen Wohnzimmer
Illustration générée avec ChatGPT

Eine Absaugstation nimmt dem Saugroboter die lästigste Aufgabe ab: das regelmäßige Leeren des Staubbehälters. Bei Modellen mit Wischfunktion kommen oft noch Moppreinigung, Frischwassertank und Trocknung dazu. Das klingt bequem, kostet aber Geld und Platz. Hier steht, was die Stationen im Alltag tatsächlich übernehmen und wann sich der Aufpreis lohnt.

Was eine Absaugstation tatsächlich macht

Die Grundfunktion ist die automatische Entleerung: Nach der Fahrt saugt die Station den Inhalt des Staubbehälters in einen größeren Staubbeutel. Je nach Hersteller sind das mehrere Liter. Beim Dreame D20 Air Plus nennt Dreame einen 4-Liter-Staubbeutel und bis zu 120 Tage ohne Entleerung, beim Ecovacs Deebot T30e Omni sind es 3 Liter und laut Hersteller bis zu 90 Tage. Das sind Herstellerangaben unter Idealbedingungen. In einem Haushalt mit Haustieren ist der Beutel schneller voll.

Bei einem Saugroboter mit Wischfunktion ist die Station oft eine All-in-One-Station. Sie füllt zusätzlich den Frischwassertank des Roboters nach, wäscht die Wischmopps und fängt das Schmutzwasser in einem Schmutzwassertank auf. Teurere Modelle trocknen die Mopps mit Heißluft, damit sich keine Gerüche bilden.

Die drei Stufen: Absaugstation, Moppwäsche, Trocknung

Drei Ausbaustufen einer Saugroboter-Station als einfache Illustration

Es lohnt sich, die Ausstattung in drei Stufen zu trennen, denn der Preis steigt mit jeder Stufe. Stufe 1 ist die reine Absaugstation, die nur den Staub entleert. Sie spart Handarbeit beim Saugen, das Wischen bleibt Handarbeit: Mopp abnehmen, auswaschen, Wassertank füllen. Stufe 2 wäscht die Mopps automatisch, oft mit warmem Wasser. Beim Dreame L40s Pro Ultra nennt der Hersteller 75 °C heißes Wasser, ebenso beim Roborock Qrevo Edge S5A. Stufe 3 trocknet die Mopps zusätzlich mit warmer Luft.

Gerade die Trocknung wird unterschätzt. Ein feuchter Mopp, der tagelang in der Station liegt, riecht schnell muffig. Wer die Selbstreinigung wirklich einsetzen will, sollte deshalb auf ein Modell mit Trocknung achten. Im Dreame D20 Air Plus sind Moppreinigung und Trocknung in der Station laut Datenblatt nicht angegeben. Es ist damit eher ein Sauger mit Entleerungsstation als ein vollwertiger Wischroboter.

Was eine Station kostet

Die Preisspanne in unserem Vergleich reicht von rund 200 € bis über 700 €. Die einfachen Modelle mit Entleerungsstation liegen im unteren Bereich, die Stationen mit Heißwasser-Moppwäsche und Trocknung im oberen. Der Ecovacs Deebot T50 Omni Gen3 und der Dreame L10s Ultra Gen 3 zeigen, dass All-in-One-Stationen inzwischen auch deutlich unter 400 € zu haben sind. Die Preise ändern sich oft, den aktuellen Preis zeigt Amazon.

Dazu kommen laufende Kosten: Staubbeutel, Reinigungsmittel für die Station und Ersatzmopps. Das ist selten teuer, aber bei der Gesamtrechnung nicht zu vergessen.

Für wen sich die Station lohnt

Sie lohnt sich, wenn der Roboter wirklich täglich oder mehrmals pro Woche fährt, wenn viel Hartboden gewischt wird und wenn Haustiere im Haushalt leben. Dann spart die Station jede Woche mehrere Handgriffe. Auch für größere Wohnungen ist sie sinnvoll, weil der Roboter nach der Fahrt nicht jedes Mal leer gemacht werden muss.

Weniger sinnvoll ist sie in einer kleinen Wohnung, die nur einmal pro Woche gesaugt wird, oder wenn kaum Platz für die Station vorhanden ist. Sie braucht eine freie Wandfläche, eine Steckdose und Abstand für die Einfahrt. Wer nur gelegentlich wischt, kommt mit einem günstigeren Roboter ohne Station aus.

Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

Frischwassertank und Schmutzwassertank einer Saugroboter-Station

Prüfen Sie erstens die Größe von Frischwassertank und Schmutzwassertank der Station, denn davon hängt ab, wie oft Sie nachfüllen müssen. Achten Sie zweitens auf die Teppicherkennung: Gute Modelle heben die Mopps bei Teppichen automatisch an, so beschreibt es der Hersteller etwa beim Ecovacs T90S Pro Omni. Drittens zählt die Kantenreinigung, denn in Ecken und an Sockelleisten bleibt bei runden Robotern Schmutz liegen.

Einen Überblick über alle verglichenen Modelle mit Vor- und Nachteilen finden Sie in unserem Vergleich der besten Saugroboter mit Wischfunktion.

Lautstärke, Platzbedarf und Wartung der Station

Beim Entleeren saugt die Station den Inhalt des Staubbehälters mit hoher Leistung ab. Das ist kurz, aber hörbar. Wer in einer offenen Wohnung lebt oder den Roboter nachts fahren lässt, sollte den Zeitplan so legen, dass die Entleerung nicht zur Schlafenszeit stattfindet. Die meisten Apps erlauben es, die Entleerung nur manuell auszulösen oder ruhige Zeiten festzulegen.

Der Platzbedarf wird oft unterschätzt. Eine All-in-One-Station ist deutlich größer als die Ladestation eines einfachen Roboters, sie braucht Abstand zur Wand und eine freie Fläche davor. Rechnen Sie mit dem Platz eines kleinen Beistellschranks. Stellen Sie die Station so, dass der Roboter geradlinig einfahren kann und möglichst wenig Türen oder Teppichkanten im Weg liegen.

Auch die Wartung gehört zur Rechnung. Der Staubbeutel muss nach der angegebenen Zeit oder früher gewechselt werden, der Schmutzwassertank gehört regelmäßig geleert und gereinigt, und die Waschwanne der Station sammelt mit der Zeit Rückstände. Wer das vernachlässigt, bekommt Gerüche, selbst bei Stationen mit Trocknung.

Absaugstation oder manuelle Entleerung: der Alltagsvergleich

Ohne Station müssen Sie den Staubbehälter nach jeder oder jeder zweiten Fahrt selbst leeren. Das dauert nur eine Minute, ist aber genau die Aufgabe, die viele vergessen. Der Roboter fährt dann mit vollem Behälter und die Saugleistung sinkt. Mit Station entfällt diese Fehlerquelle.

Beim Wischen ist der Unterschied größer. Ein Roboter ohne Moppwäsche verteilt auf Dauer Schmutzwasser auf dem Boden, weil der Mopp während der Fahrt nicht gespült wird. Modelle mit Moppreinigung in der Station fahren zwischendurch zurück, waschen den Mopp und wischen mit sauberem Tuch weiter. Das merkt man vor allem in größeren Wohnungen.

Wer wenig Budget hat, sollte lieber ein Modell mit guter Navigation und Teppicherkennung ohne Station wählen als ein Modell mit Station, aber schwacher Ausstattung. Die Station ist Komfort. Der eigentliche Reinigungseffekt kommt vom Roboter selbst.

Unser Fazit: Wann lohnt sich der Aufpreis?

Mit regelmäßig genutztem Roboter, Haustieren oder viel Hartboden zahlt sich die Station aus, vor allem wenn Moppwäsche und Trocknung dabei sind. Im Bereich um 200 bis 300 € gibt es inzwischen Modelle mit solcher Ausstattung, etwa den Ecovacs Deebot T30e Omni oder den Lefant M210 Omni. Wer mehr Leistung und eine hochwertigere Station möchte, findet sie oberhalb von 400 €.

Weniger Sinn ergibt die Station bei gelegentlicher Nutzung oder sehr wenig Platz. Den passenden Typ finden Sie am schnellsten über unseren Vergleich. Dort stehen alle Modelle mit Bewertung, Preisen und den Punkten, die uns bei der Auswahl wichtig waren.

Saugroboter mit Wischfunktion im Vergleich

Alle Modelle im direkten Vergleich, mit Bewertung, Vor- und Nachteilen.

Zum Vergleich